Pressemitteilung
Kein Mini-AKW im Landkreis Bamberg!
Neue, kleine Reaktoren sind teuer und ein Sicherheitsrisiko
Sticker der Anti-AKW-Bewegung in den 1990er-Jahren
Vor genau 40 Jahren, Ende April 1986 geschah die Atomkatstrophe von Tschernobyl. Vor 27 Jahren wurde der AKW-Standort Viereth aus dem Standort-Sicherungsplan gestrichen. Daran erinnerten die Teilnehmer einer gemeinsamen Vorstandsitzung der Kreisverbände Bamberg und Hassberge.
Regierungsbezirksübergreifend hatte man sich getroffen, um gemeinsame Themen zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. „Lange Jahre war Viereth als AKW-Standort mit im Plan“, erinnerte Ferdinand Bergrab, stellvertretender Kreisvorsitzender in Bamberg. „Erst durch den Druck der Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren der ÖDP wurden die Gemeinde am Main und weitere Standorte von der Stoiber-Regierung aus dem Plan gestrichen.“
Auch aktuell gebe es wieder politische Kräfte, die zur Atomkraft zurückkehren wollten. Viele Untersuchungen belegen aber, dass Atomkraft die teuerste aller Energieformen ist. Allein die Sicherheitsstandards würden riesige Summen verschlingen. Vor dem Hintergrund, dass es mit der Ukraine und dem Iran gleich zwei Konfliktregionen gebe, in denen die Nutzung der Kernkraft durch kriegerische Handlungen bedroht ist, sei es unverständlich, viele weitere kleine Standorte zu fordern und diese zum Ziel für Terroranschläge zu machen.
„Wenn Ministerpräsident Söder vehement Mini-AKWs fordert, dann soll er aber auch gleich dazusagen, in welchen Landkreisen sie stehen sollen!“, waren sich die Teilnehmenden einig. Hinzu kommt noch, dass die Endlagerfrage auch nach Jahrzehnten immer noch völlig ungeklärt ist und Bayern sich nach Kräften dagegen sträubt. „Die Befürworter bürden dieses Problem damit offensichtlich den kommenden Generationen auf, die für die Entstehung des strahlenden Mülls gar nicht verantwortlich sind“, betonte Kreisrat Tobias Sieling.
Kontakt:
Thomas Görlich, 01520 / 3 89 78 77 (Kreisvorsitzender, Ortsvorsitzender Bischberg)
Ferdinand Bergrab, 0160 / 95 52 10 65 (stellv. Kreisvorsitzender)
